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© Dipl. Psych. Martin Berger (2009)

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Promille-Controller:

PROMILLE-CONTROLLER VERSUS BLASRÖHRCHEN

Unterschiede zwischen Atemalkoholkontrollgeräten und dem "Promille-Controller"

"Promille-Controller"

Anwendbarkeit

abhängig von aktuellen Blutalkoholkonzentrationen,
also nur nach Alkoholkonsum

unabhängig von aktuellen Blutalkoholkonzentrationen,
also auch vor Alkoholkonsum

Abhängigkeit vom Meßzeitpunkt

Mundrestalkohol in Schleimhäuten sowie abgeschlossene Resorption müssen beachtet werden

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Erhöhung des Bewußtseins für die Entstehungsbedingungen von Blutalkohol-
konzentrationen (Promille - Werten)

äußerst gering, da die Messungen jeweils nur punktuell stattfinden können und über diese Ergebnisse hinaus nichts über das Zustandekommen von Blutalkoholkonzentrationen aussagen

explizites Anliegen
Aufgeklärt wird über:

  • Entstehungsbedingungen von Blutalkohol-
    konzentrationen
  • Unterschied zwischen subjektiver und objektiver Wirkung von Alkohol
  • Existenz und Sinn der 0,3‰-Grenze
  • Leistungs-
    beeinträchtigungen ab 0,3‰

Beitrag zur Straßenverkehrs-
sicherheit

Neben den Kritikpunkten an der eingeschränkten Anwendbarkeit sowie der unterbleibenden Aufklärung ist die Meßungenauigkeit von bis zu 50%* ein Beitrag zur Gefährdung des Straßenverkehrs

*vgl. "auto motor und sport" 4/99, S. 170

Erhöht die Straßenverkehrssicherheit durch

  • Aufklärung
  • Ermöglichung einer relativ exakten Berechnung der Trinkmengen
  • hohen Aufforderungscharakter, sich mit Alkohol im Straßenverkehr auseinander zu setzen

Preis

7 DM für Einweg-Röhrchen
50 bis 150 DM für Geräte zur Mehrfachverwendung

7,50 DM zzgl. 2,50 DM Versandkosten

  

Zudem ist prinzipiell festzuhalten:

Es entspricht sowohl der Alltagserfahrung als auch verkehrspsychologischen Erkenntnissen, daß alkoholisierte KraftfahrerInnen ihr Fahrzeug oft nicht stehen lassen, sondern vielmehr trotz ihrer Alkoholisierung fahren.

Aus psychologischer Sicht entspricht dies dem prinzipiellen menschlichen Bedürfnis, das eigene Handeln auch logisch stimmig erklären zu können (sog. kognitive Dissonanztheorie), d.h. das prinzipiell vorhandene Bewußtsein über die eigene eingeschränkte Fahrtüchtigkeit wird zum Beispiel folgendermaßen "schöngeredet":

  • "Ich kann doch noch Auto fahren, denn ich vertrage auch mehr Alkohol als der Durchschnitt."
  • "Die Erfahrung hat mir gezeigt, daß ich auch nach Alkoholgenuß noch fahrtüchtig bin, denn mir ist noch nie etwas passiert und ich bin auch noch nie von der Polizei erwischt worden." (psychologische Erklärung hierzu: Das lernpsychologische Prinzip der sog. negativen Verstärkung führt bei ausbleibenden negativen Konsequenzen zu einer Stabilisierung des Verhaltens)
  • "Ich bin mir meiner reduzierten Fahrtüchtigkeit nach Alkoholkonsum durchaus bewußt und passe meinen Fahrstil den Gegebenheiten an. Ich fahre besonders vorsichtig und langsam."

(nach: Stöcker 1988:
Verkehrserziehung und Aufklärung zum Thema Alkohol am Steuer.
In: Unfall- und Sicherheitsforschung Straßenverkehr.Bundesanstalt für Straßenwesen,
Heft 68, 1988)

  

Damit ist aus verkehrspsychologischer Sicht anzumerken, daß von den oben angesprochenen "Blasröhrchen" kaum präventive Effekte zu erwarten sind. Vielmehr wird der Einsatz dieser Atemalkoholtestgeräte in den meisten Fällen dazu führen, daß in obigem Sinne trotzdem -wenn auch vorsichtiger- gefahren wird. Tatsächliche präventive Wirkung ist nur von einer prinzipiellen Auseinandersetzung mit den Themen "Entstehung von Blutalkoholkonzentrationen und den daraus resultierenden Gefahren" vor möglichen Trunkenheitsfahrten zu erwarten.