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© Dipl. Psych. Martin Berger (2009)

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MPU- / PMU-Beratung: UNSERIÖSE ANGEBOTE - im Bereich der MPU-"Vorbereitung"

ein Info-Angebot von Dipl. Psych. Martin Berger


Vor welchen Angeboten sollte ich mich schützen?

Auf dem Sektor der MPU-"Vorbereitung" haben sich leider auch zahlreiche Anbieter breitgemacht, die mit zweifelhaften Geschäftsmethoden und bewusst falschen Versprechungen (Garantien etc.) den MPU-Betroffenen hohe Summen aus der Tasche ziehen.

Die Beratung durch eine/n Diplom-Psychologin/en ist sicher immer mit (prinzipiell nicht eingeplanten) Kosten verbunden. Und sicher ist eine MPU nur in den allerseltensten Fällen ohne fachkundige Beratung zu bewältigen. Doch sollte man vor Inanspruchnahme einer solchen Beratung prüfen, was man für sein Geld bekommt (und was nicht). Die unten stehende Liste soll Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, woran Sie "schwarze Schafe" schon im Vorfeld erkennen können.

Wenn Sie kompetenten Rat benötigen, ob und welche Maßnahmen für Ihre Situation geeignet sind, nehmen Sie Kontakt auf zu: BAF - Beratung und Aufklärung bei Führerscheinproblemen e.V.

Mit der folgenden Auflistung soll keine künstliche Aufwertung unserer Dienstleistung verbunden sein. Uns liegt es fern, seriöse Kollegen und Kolleginnen zu diffamieren. Vielmehr halten wir es aufgrund der Undurchsichtigkeit des Marktes und des hohen "Grau-Anteils" desselben an der Zeit, mittels einer solchen Auflistung "Abzocker" und selbsternannte Fachleute zu entlarven.

Folgende "Sicherheitsmerkmale" möchten wir bereits vorab an dieser Stelle erwähnen:

1. Diplom-Psychologe(in)

- Diese Qualifikation stellt sicher, dass Ihr(e) Berater(in) zumindest die gleichen Ausbildungsgrundvoraussetzungen hat wie Ihr(e) zukünftige psychologische(r)MPU-Gutachter(in). Zudem sollte eine gewisse Spezialisierung auf das Problemfeld der Verkehrspsychologie/MPU erkennbar sein.

Auch machen wir an dieser Stelle darauf aufmerksam, dass die Berufsbezeichnung "Psychologe(in)" nur von Diplom-PsychologInnen geführt werden darf.

2. Mitgliedschaft im Bundesverband Niedergelassener Verkehrspsychologen (BNV)

- Diese Mitgliedschaft stellt eine Spezialisierung auf das Problemfeld der Verkehrspsychologie/MPU sicher.

3. Fachpsychologe(in) für Verkehrspsychologie

- Dieser Titel sagt etwas aus über die Berufserfahrung/Zusatzqualifikation auf diesem Gebiet (ein Teil der KollegInnnen hat diesen Titel über eine Übergangsregelung, ein anderer Teil über das Ablegen eines Curriculums erworben).

4. Verkehrspsychologischer Berater nach § 4 StVG

- Dieser Titel sagt etwas aus über die Berechtigung zur Beratung im Hinblick auf Punkteabbau.

Sollten Sie andere Angebote prüfen wollen, empfehlen wir Ihnen die folgende "Check-Liste":

Sie erkennen unseriöse Angebote u.a. an folgenden Merkmalen:

  

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Mangelnde Qualifikation

Die Entscheidung über ein positives Gutachten fällt im Wesentlichen im psychologischen Teil der Untersuchung. Deshalb bedarf es der Aufklärung durch Fachleute mit entsprechender Ausbildung. Dies ist in erster Linie von Diplom-Psychologen zu erwarten.

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Unklarheit (vor allem über die beratenden Personen)

Vor allem im Internet sind immer wieder Angebote anzutreffen, deren Urheber nicht eindeutig zu identifizieren sind. Wer seine Berufsbezeichnung, Namen, Institution oder Adresse nicht nennt, hat höchstwahrscheinlich Gründe dafür.

Da die folgenden Berufsbezeichnungen prinzipiell oft verwechselt werden, sei an dieser Stelle auch darauf hingewiesen, welche Qualifikation sich jeweils hinter welcher Berufsbezeichnung verbirgt:

Berufsbezeichnung Qualifikation
Psychiater Facharzt für Psychiatrie
Psychologischer Psychotherapeut Diplom-Psychologe mit staatlich geregelter therapeutischer Zusatzausbildung
Diplom-Psychologe* Berufspsychologe mit staatlich anerkannter wissenschaftlicher Ausbildung (Universitätsabschluß)*
Psychotherapie (nach Heilpraktikergesetz (HPG))*,
Psychologischer Berater (nach HPG)
Diese Berufsbezeichnungen darf jeder führen, der eine Prüfung der örtlichen Gesundheitsbehörde abgelegt hat.
Diplom-Psychologen können durch Ihre Ausbildung den Titel "Fachtherapeut für Psychotherapie (HPG, Heilpraktikergesetz)" auch ohne weitere Prüfung beantragen.*
Verkehrstherapeut,
Lebensberater
Diese "Titel" sagen nichts über die Qualifikation einer Person aus.

(Die mit * gekennzeichneten Felder beschreiben unsere Qualifikation.)

Hinweis: Im Falle eines Therapie-Bedarfs empfehlen wir Ihnen, sich an einen Diplom-Psychologen / eine Diplom-Psychologin mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung zu wenden (Psychologische(r) Psychoptherapeut/in).

Sollten Sie alkoholkrank sein und eine stationäre oder auch ambulante Alkohollangzeittherapie (i.d.R. 4-6 Monate) benötigen, nehmen Sie Kontakt zur nächsten Suchtberatungsstelle oder Ihrem Hausarzt auf, um eine Kostenübernahme der Krankenkasse zu erwirken.

Verkehrstherapien zahlen Krankenkassen nicht - auch im Falle von Alkoholabhängigkeit!

Tipp: Nehmen Sie Abstand von Angeboten, von denen Sie nicht genau wissen, wer oder was Sie erwartet!

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Angabe von sehr hohen MPU-Durchfallquoten

Die Quoten bei der MPU mit dem Begutachtungsanlaß "Verkehrszuwiderhandlung(en) unter Alkoholeinfluß" liegen bei

  • ca. 30% positiver Gutachten
  • ca. 22% negativer Gutachten mit Kurszuweisung
  • ca. 48% negativer Gutachten

Anbieter, die von deutlich höheren Quoten negativer Gutachten sprechen, wollen (aus eigenem geschäftlichem Interesse) Ihre Angst vor der MPU vergrößern.

Die oft verlautbarte "Durchfallquote" von 70% ergibt sich aus der -falschen- Logik, dass 30% positiver Gutachten 70% negativer gegenüberstünden. Die sich oft an diese -bewusst- falsche Logik anschließende Äußerung, 90% aller alkoholauffälligen Kraftfahrer mit über 2,0 Promille würden beim ersten Anlauf negativ begutachtet, ist schlicht und ergreifend Panikmache. Im Jahr 1997 erhielten etwa 50% dieser Personengruppe negative Gutachten.

Tatsache ist jedoch: Ihre persönliche Wahrscheinlichkeit, (beim ersten, zweiten, dritten... Anlauf) durch die MPU zu kommen, hängt ausschließlich von Ihrer Vorbereitung ab und nicht von allgemeinen Durchfallquoten.

Und: Auch beim zweiten, dritten oder gar vierten Anlauf verbessern sich Ihre Chancen nicht automatisch.

Tipp: Lassen Sie sich fachkundig beraten!

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Aggressionsfördernde Werbung

Bei aller gegebenen Kritik (siehe "unsere Meinung zu..." ) sind Formulierungen, die die Aggression gegen Begutachtungsstellen fördern, ebenso nur dazu gedacht, auf sachlich inkompetente Weise die Notwendigkeit der eigenen Dienstleistung zu unterstreichen.

Tatsache ist, dass es nichts mit der Realität zu tun hat, wenn z.B. behauptet wird, dass

  • MPU- Gutachter jeden alkoholauffälligen Kraftfahrer grundsätzlich als Alkoholiker einstufen.
  • die erste Begutachtung automatisch -sozusagen als Denkzettel- negativ wird.
  • ein negatives MPU-Gutachten über einen alkoholauffälligen Kraftfahrer mit der Diagnose "Alkoholabhängigkeit" gleich zu setzen ist.

Es sollte vielmehr Teil einer jeden seriösen MPU-Beratung sein, Sie über den Begriff der sogenannten "Entlastungsdiagnostik" aufzuklären.

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Fiktive Kontakte und Referenzen

Lassen Sie sich nicht beeindrucken von der "Zusammenarbeit mit (irgendwelchen) Gutachtenstellen, Rechtsanwälten etc". Wer mit anderen Fachleuten in Verbindung steht, kann diese auch exakt benennen. Ebenso sind Aussagen von "zufriedenen Kunden" für Sie nicht nachprüfbar. In diesem Zusammenhang: Diplom-Psychologen unterliegen der Schweigepflicht nach § 203 StGB. Damit verbietet sich für unseren Berufsstand die aktive Werbung mit zufriedenen Klienten aus gesetzlichen ebenso wie aus berufsethischen Gründen.

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Hohe Erfolgsquoten

Vorsichtig sollten Sie bei der Angabe hoher Erfolgsquoten sein. Diese Zahlen sind für Sie letztendlich nicht überprüfbar und müssen daher auch nicht unbedingt stimmen.

Tatsache ist, daß sich Ihre persönliche Erfolgswahrscheinlichkeit weder nach allgemeinen Statistiken noch nach "Erfolgsquoten" gleich welcher Institution richtet. Vielmehr hängen Ihre persönlichen Chancen bei der MPU allein davon ab, ob Sie durch Ihre Auseinandersetzung die Voraussetzung für ein positives Gutachten geschaffen haben.

Obwohl wir die Auffassung vertreten, dass Verkehrspsychologen nicht mit Erfolgsquoten werben sollten, ist eine solche Angabe allein noch kein Hinweis auf mangelnde Seriosität. Das heißt: Es gibt sowohl unseriöse als auch seriöse Anbieter, die solche Angaben machen.

Tipp: Überprüfen Sie, ob die gesamte Darstellung in dem entsprechenden Angebot (siehe die anderen Kriterien in dieser Auflistung) eine hohe Erfolgsquote möglich erscheinen läßt!

Unter folgendem Link finden Sie ein Beispiel dafür, wie wenig aussagekräftig die Angabe hoher Erfolgsquoten sein kann (auch unabhängig von der prinzipiellen Seriosität :-))

www.jurathek.de-forum-viewtopic.php-topic=192&forum=2&3

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Dürftige Informationen

Das Wecken Ihrer Neugier durch wenig Information ist auch eine beliebte Spielart unseriöser Werbung auf diesem Gebiet. Seriöse Angebote zeichnen sich stets durch hohe Transparenz und die Möglichkeit zur Nachfrage aus.

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Die genauen Kosten der Beratung werden Ihnen nicht vorab mitgeteilt, müssen erst "anhand Ihres Bedarfs" ermittelt werden.

Natürlich ist oft eine genaue Bestimmung der notwendigen Beratungsstunden im Voraus nicht exakt machbar. Aber: Wer Ihnen nicht von Anfang an mitteilen kann/will, wieviel Kosten (zumindest ungefähr) auf Sie zukommen, der hat sehr wahrscheinlich noch ein dickes Ende für Sie parat. Der übliche Preisrahmen für verkehrspsychologische Beratung und MPU-Vorbereitung liegt bei maximal 90.- € pro Stunde Einzelberatung.

Tipp: Vergleichen Sie verschiedene Angebote und überlegen sich dann im Rahmen Ihrer finanziellen Möglichkeiten, welche Alternative Ihnen am besten zusagt! Und: Seien Sie vorsichtig, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, in dem eine Mindeststundenanzahl bestimmt ist. Viele MPU-Kandidaten haben sich schon aus falscher Hoffnung finanziell übernommen.

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Teure Arbeitsmaterialien

Angebote über den Erwerb selbstgemachter Arbeitsmaterialien (oft über 50,- €) sollten Sie meiden. Arbeitsmaterialien sollten stets kostenloser / günstiger Bestandteil einer seriösen psychologischen MPU-Beratung sein. Wenn Sie ergänzend zu einer psychologischen Beratung Literatur für Betroffene zum Thema MPU suchen, hier folgende Empfehlungen:

Liebs, Carmen: Promillefahrt mit Folgen - was tun, wenn der Führerschein weg ist?

http://www.promillefahrt.de/baf.html
(Rowohlt-Verlag, Mai 2000, völlig überarbeitete und erweiterte Neuauflage von "Die Führerscheinfalle"), € 7,90
® Hervorragendes Buch aus Sicht einer einer ehemaligen Betroffenen
auch mit verständlichen Erläuterungen zum Thema straf-, versicherungs- und verwaltungsrechtliche Folgen nach einer Alkoholfahrt.

Rieh, Theodor: Der Testknacker bei Führerscheinverlust.

Niedernhausen/Ts.: Falken-Verlag, 2. Aufl. 1999
ISBN 3-8068-1262-4, € 12,45
® Geeignet als Einführung

Kürti, Karl: Mein Führerschein ist weg - was nun?.

Düsseldorf: Werner, 1999, 4. Aufl.
ISBN 3-8041-4955-3, € 24,-
® Klassiker, streckenweise etwas schwer verständlich. Nach Auskunft einiger unserer Klienten leider auch angsterzeugend.

FÜHRERSCHEIN / MPU - Alkohol, Punkte, Drogen

Ratgeber von Juristen und Psychologen
Hettenbach, M. (Hrsg.) (2000)
Libri - Verlag
ISBN 3-8311-1134-0, € 23,01

Dieses Buch beleuchtet u.a. ausführlich die rechtlichen Grundlagen für die Anordnung einer MPU mit verschiedenen Begutachtungsanlässen (Alkohol, Punkte, Drogen) sowie den Unterschied zwischen Strafrechtslogik und Psycho-Logik im Falle eines Führerscheinverlusts insbesondere durch Alkohol . Die MPU wird konstruktiv-kritisch behandelt, was für Betroffene Licht in das Dunkel psychologischer Vorgehensweisen in der MPU bringt. Zudem werden die gängigsten Missverständnisse genannt und erläutert.
Nähere Informationen finden Sie unter "Fachbuch" (siehe links).

Weber, Klaus: Führerscheinentzug.

Frankfurt am Main: Fachhochschulverlag, 1. Aufl. 2000
ISBN 3-931297-43-8, € 17,40
® Der enthaltene "Selbsttest zur Überprüfung der Möglichkeit einer positiven Begutachtung" ist unseres Erachtens mit -extremer- Vorsicht zu genießen. Gehört insgesamt trotzdem in die Liste der besten MPU-Ratgeber.

   

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MPU-Beratung über 0190er - Telefonnummern / Online-Beratung

Die für Sie entstehenden Kosten sind ebenso unkalkulierbar wie unverhältnismäßig. Aus gutem Grund ziehen es solche Anbieter in der Regel vor, anonym zu bleiben.

Ebenso wenig hat Online-Beratung etwas mit seriöser psychologischer Beratung zu tun.

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Garantie über den Wiedererhalt der Fahrerlaubnis

Die MPU ist nicht schematisch zu knacken. Jeder, der Ihnen den (schnellen) Erfolg garantiert, ohne Ihre Voraussetzungen genau zu kennen, macht leere Versprechungen.

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Geld-Zurück-Garantien

Einige Anbieter arbeiten mit "Geld-zurück-Garantien", die in etwa folgendermaßen formuliert werden: "Sollten Sie, obwohl Sie unsere Richtlinien und Empfehlungen befolgt haben, ein negatives Gutachten erhalten, erstatten wir Ihnen das Beratungshonorar zurück!"

Wenn Sie nun ein negatives Gutachten erhalten, wird man Ihnen klarmachen, daß Sie sich nicht an die Richtlinien und Empfehlungen gehalten haben. Andernfalls hätten Sie ja kein negatives Gutachten bekommen. Sie werden Ihr Geld nicht wieder sehen!

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Angebote über: Training, Gesprächsstrategie, Schnelltraining, Schnellkurs, Frage-Antwort-Katalog, "Testknacker"-Seminare, Original-Gutachterfragen

Die psychologischen Gutachter sind gemäß den Eignungsrichtlinien gehalten, bestimmte Themen anzusprechen. Wie dies genau geschieht, hängt vom jeweiligen Gutachter und dem Verlauf der Begutachtungssituation (und somit auch Ihnen!) ab. Es gibt keine "Original-Gutachterfragen"!

Sämtliche Frage-Antwort-Kataloge, Gesprächsstrategien usw. sind zum Scheitern verurteilt. Zudem kennen MPU-Gutachter die diesbezüglich auf dem Markt befindlichen Angebote.

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Angebote über Erstellung von verkehrspsychologischen Gutachten/Vorgutachten

Ihre Führerscheinstelle kann ausschließlich Gutachten von staatlich anerkannten Begutachtungsstellen für Fahreignung berücksichtigen. Nicht jeder, der sich MPU-Gutachter / verkehrspsychologischer Gutachter / Obergutachter nennt, hat auch diese staatliche Anerkennung!

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Vermittlung an eine private MPU-Stelle

Neben den TÜV-Begutachtungsstellen gibt es noch andere Begutachtungsstellen mit staatlicher Anerkennung wie z.B. IBBK, MPU GmbH, DEKRA, AVUS, PIMA und IAS. Jedoch arbeiten alle staatlich anerkannten Begutachtungsstellen nach denselben Richtlinien. Eine Werbung wie z.B. "MPU-auch ohne TÜV" ist somit nichts Besonderes und gaukelt lediglich ein vereinfachtes Verfahren auf dem Weg zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis vor.

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Angebote über den Erwerb ausländischer Führerscheine

§ 69b StGB (Strafgesetzbuch) und § 47 FeV (Fahrerlaubnisverordnung) regeln eindeutig, daß im Falle eines Führerscheinentzuges kein Gebrauch von ausländischen Fahrerlaubnissen zulässig ist. Dies gilt auch, wenn der Wohnsitz ins Ausland verlegt wird. Denn: Entzogen wird die Fahrerlaubnis, der Führerschein ist letztendlich nur ein Stück Papier.

Tipp: Lassen Sie sich keinesfalls auf ein derartiges Angebot ein, egal, was man Ihnen erzählt!

Ausführliche und kompetente Darstellung des aktuellen rechtlichen Sachverhalts finden Sie hier: http://www.jurathek.de/

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Aufschneiderische Begriffe

"MPU-Vorbereitungs-Management", "Spezialberatung", "MPU-Profi" oder ähnliches: Solche Begriffe versprechen mehr, als sie halten können.

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Grobe Rechtschreibschwächen und schlechte Formulierungen in Werbeunterlagen

Auch dies sollte / muss angesprochen werden: Um eine fachlich qualifizierte Beratung für die MPU anbieten zu können, bedarf es einer umfassenden Ausbildung, in der Regel eines Studiums der Diplom-Psychologie. Danach sollte man (zumindest) in der Lage sein, Werbematerialien in einwandfreiem Deutsch zu formulieren. Andernfalls sind grundsätzliche Zweifel an der Qualifikation/Seriosität angebracht.

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MPU-Vorbereitungsangebote, auf die eines oder gar mehrere dieser Kriterien zutrifft bzw. zutreffen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit unseriös.


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