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Basis 98 - Verkerhrspsychologische Dienstleistung
             

   

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© Dipl. Psych. Martin Berger (2009)

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MPU- / PMU-Beratung:

UNSERE MEINUNG ZU ...

In dieser Rubrik erwarten Sie Stellungnahmen und Leserbriefe von BASIS 98 sowie Presseartikel über unsere Arbeit.

   

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Die MPU als präventive Maßnahme und als Millionengeschäft

Deutschland weist weltweit eine der größten Verkehrsdichten auf. Nur folgerichtig muss es bei uns mehr als in anderen Ländern Bemühungen geben, Verkehrsunfälle zu vermeiden. Als einer unter vielen Wegen (manche Wege werden jedoch aus politischen Gründen nicht beschritten) wird in Deutschland versucht, Kraftfahrer mit einer erhöhten Unfallwahrscheinlichkeit vom Straßenverkehr fernzuhalten.
Eine erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit wird aus bereits begangenen (Verkehrs-) delikten (z.B. Alkohol im Straßenverkehr mit einer bestimmten BAK, Häufungen von Straßenverkehrsverstößen, Fahren unter Einfluss illegaler Drogen) abgeleitet. Da man sich in der Verkehrspsychologie jedoch von anfänglichen Konzepten einer Kraftfahreignung im Sinne einer stabil vorhandenen oder eben nicht vorhandenen Persönlichkeitseigenschaft (z.B. Unfäller-Persönlichkeit mit unveränderlicher Unfallneigung) weg entwickelte und heute von Kraftfahreignung als einer Eigenschaftsdimension ausgeht, die sich im Laufe eines Lebens ändern kann, kommt ein Fahrerlaubnisentzug auf Lebenszeit nur noch in Ausnahmefällen in Betracht. In der Regel kann jeder, der sich zu einem Zeitpunkt seines Lebens als (anzunehmenderweise) ungeeignet erwiesen hat, seine Kraftfahreignung nach einer gewissen Zeitspanne mittels einer medizinisch-psychologischen Untersuchung überprüfen lassen.
Die grundlegende Idee einer MPU ist also, dem auffällig gewordenen Kraftfahrer die Möglichkeit zu geben nachzuweisen, dass die statistisch anzunehmende hohe Wiederauffallenswahrscheinlichkeit im jeweiligen Fall nicht oder nicht mehr besteht. Damit stellt die MPU grundsätzlich einen Weg dar, die Interessen der Gesellschaft (Sicherheit im Straßenverkehr) und die Interessen der auffällig gewordenen Kraftfahrer (Wiedererhalt der Fahrerlaubnis) zusammenzuführen.

Dennoch ist die MPU als Instrument zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit nicht nur unter Betroffenen umstritten.

Ein Grund dafür ist sicherlich in dem Umstand zu sehen, dass sich die MPU zu einem Geschäftsbereich mit Umsätzen in dreistelliger Millionenhöhe entwickelt hat. Bei derartigen Umsatzmöglichkeiten sind Fehlentwicklungen durch Begehrlichkeiten kaum auszuschließen. Kritik an der Marktpolitik des Fast-Monopolisten TÜV (und seiner Tochterfirmen) wird heute vor allem aus Fachkreisen fast ebenso häufig geäußert wie Kritik an der Qualität dieser Untersuchung.

Dennoch halten wir fest: Wir unterstützen im Grundansatz den gesellschaftlichen Auftrag der Fahrerlaubnisbehörden und Begutachtungsstellen für Fahreignung, nur geeignete Kraftfahrer am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen.

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Die MPU als ergänzende Strafmaßnahme

Daher bedauern wir, dass die MPU im Betäubungsmittelbereich zunehmend als punitives (strafendes) Instrument (was sie eigentlich nicht sein sollte und auch prinzipiell nicht ist) eingesetzt wird. In einigen Teilbereichen beruht u.E. die durch die Fahrerlaubnisverordnung geregelte Möglichkeit zur Anordnung einer MPU eher auf politischen Überlegungen denn auf verkehrspsychologischen / -medizinischen Erkenntnissen. Damit verliert die MPU insgesamt an Glaubwürdigkeit und Akzeptanz, was nicht zuletzt Betroffenen erschwert, sich von Strafrechtslogik freizumachen und die erforderliche / geforderte Kooperationsbereitschaft aufzubringen.

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Das Beratungsgespräch beim TÜV - Informationen im Wert von 175,- DM?

TÜV-Begutachtungsstellen bieten Betroffenen neben den kostenlosen „Informationsabenden" auch sogenannte Beratungsgespräche an. Da diese Beratungsgespräche von einigen Fahrerlaubnisbehörden standardmäßig direkt empfohlen werden sowie häufig negativen Gutachten als Empfehlung angehängt werden, haben viele unserer Klienten bereits vor Kontaktaufnahme zu uns Erfahrung mit diesen Beratungsgesprächen.
Zufrieden hat sich mit dieser Dienstleistung bislang kaum einer unserer Klienten gezeigt. Meist wurde z.T. vernichtende Kritik geäußert. Kritik, die sich in allen Fällen auf den geringen Informationsgehalt dieser Beratung und damit auf das miserable Preis-Leistungs-Verhältnis bezog. Darüberhinaus hörten wir wiederholt Klagen über

  • vor Ablauf der vereinbarten Zeit abgebrochene Beratungsgespräche (bei voller Berechnung)
  • massive Werbung für Modelle der TÜVs bzw. deren Tochterfirmen / pauschale Abwertungen anderer Beratungsmodelle
  • abwertende Behandlung der Betroffenen.

Aus diesen Gründen können wir diese Dienstleistung nicht empfehlen.

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Mangelnde Transparenz der Begutachtungssituation

Aus folgenden Überlegungen heraus befürworten wir, Betroffenen einen deutlich höheren Grad an Aufklärung über die MPU zukommen zu lassen, als es momentan von Begutachtungsstellen für Fahreignung (sowohl auf kostenlosen Informationsabenden als auch im kostenpflichtigen Beratungsgespräch oder auch Kursen im Vorfeld einer MPU, wie z.B. Modell Freyung) praktiziert wird:

  1. Eine anstehende MPU erzeugt bei den Betroffenen u.a. auch Angst. Angst kann durch Aufklärung reduziert werden. ABER: Eine angstreduzierende Aufklärung der Betroffenen findet trotz gegenteiliger Beteuerungen seitens der Begutachtungsstellen für Fahreignung nicht in ausreichendem Maße statt.
  2. Das nötige Ausmaß an Kooperationsbereitschaft seitens des Klienten können Gutachter unserer Erfahrung nach nicht in allen Fällen in der Begutachtungssituation herstellen. Zu tief sitzen weit verbreitete Mythen und falsche Vorstellungen über die MPU. Der Gutachter wird landläufig als der „natürliche Feind" der Kraftfahrer wahrgenommen.
    Die Gutachtenqualität kann von einer frühzeitigen sachlichen Aufklärung über die MPU enorm profitieren.
  1. Erwachsenengerechte Aufklärung bezüglich Sinnhaftigkeit und Vorgehen in der MPU kann unserer Überzeugung und Erfahrung nach nicht nur angstreduzierend wirken, sondern auch verhaltensmodifizierende Gedanken anregen.

Aufklärung birgt in diesem Kontext tatsächlich die Gefahr von Informationsmissbrauch (Optimierung einer „Lügestrategie"). Dies legitimiert jedoch unserer Meinung nach nicht die bewusste Vorenthaltung von Informationen.
Psychologisches Fachwissen darf kein Geheimwissen sein. Ein psychodiagnostisches Verfahren, welches u.a. auch durch die Unkenntnis der zu Untersuchenden in der bestehenden Form aufrechterhalten wird, hat zweifellos qualitative Mängel.
Die Aufklärung über den Sinn einer denkbaren Frage beinhaltet nicht automatisch auch die Empfehlung einer vermeintlichen „Ideal-Antwort".

Auffälligerweise hören wir wiederholt von Klienten, sie wären zu Beginn des psychologischen Gesprächs mit der Frage konfrontiert worden, „ob sie denn wüssten, was der Zweck des nun folgenden Gesprächs sei". Man muss sich fragen, aus welchem Grund diese Frage gestellt wird:
Sollte sich an diese Frage eine kurze Aufklärung über eben diesen Gesprächszweck anschließen, so erscheint diese Frage ziemlich überflüssig. Eine derartige Aufklärung kann man als Gutachter wohl kaum demjenigen verwehren, der diese Frage mit „ja" beantwortet.
Sollte diese Frage aus differentialdiagnostischen Gründen gestellt werden, so muss in Frage gestellt werden, ob man aus der sicher häufig gegebenen Antwort „Ich will meinen Führerschein wiederhaben" schon Rückschlüsse auf mangelnde Einsicht des Klienten ziehen darf. Oder wird hier tatsächlich die „Top-Antwort" „Ich möchte mit Ihrer Hilfe die berechtigten Zweifel an meiner Fahreignung ausräumen" erwartet?
Tatsache ist: Diese Frage verwirrt auch aufgeklärte und „einsichtige" Klienten. Über den Sinn und Zweck dieser Frage sollte intensiv nachgedacht werden.

Wir wissen von zahlreichen Gutachtern, die sich in der Begutachtungssituation auf verschiedenen Ebenen darum bemühen, Klienten von der Notwendigkeit einer Kooperation zu überzeugen und ihnen dies auch zu erleichtern. Trotzdem kommen noch zu viele negative Gutachten dadurch zustande, dass Klienten, die die Voraussetzungen für ein positives Gutachten längst erfüllt hätten, sich in der Begutachtungssituation aufgrund mangelnder Aufklärung passiv / verschlossen / im Sinne einer Strafrechtslogik verhalten. Aufklärung, die die Kooperationsbereitschaft seitens der Klienten erhöhen soll, sollte u.E. (lange) vor einer MPU und nicht erst im psychologischen Gespräch erfolgen.

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Aufklärung über den frühesten Zeitpunkt für eine MPU

Leider erleben wir immer wieder, dass sowohl Betroffene, die eine erste MPU wegen Alkohol am Steuer bevorstehen haben als auch diejenigen, die bereits einmal negativ begutachtet wurden, von uns zum ersten Mal hören, dass von alkoholauffälligen Kraftfahrer eine „Erprobungszeit" des geänderten Verhaltens von in der Regel einem Jahr (Kroj 1995, Gutachten Kraftfahreignung) gefordert wird.
Es ist nicht einsichtig, warum dieser Umstand Betroffenen nicht früher bekannt gemacht wird. Für Betroffene bedeutet dies:

  1. Eine MPU vor Ablauf mindestens eines Jahres nach Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer ist meist erfolglos. Dies gilt in besonderem Maße für Kraftfahrer, die mit über 2 Promille auffällig geworden sind.
  2. Der erfolgreiche Kampf um eine Verkürzung der Sperrfrist ist daher oft nur ein Scheinsieg.
  3. Die häufig festzustellende Frustration, die finanzielle und psychische Belastung einer MPU vergeblich ertragen zu haben, ist für Betroffene eine unnötige Zumutung. Diese Frustration muss als vermeidbarer Hemmschuh auf dem Weg zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis und Stabilisierung der Verhaltensänderung angesehen werden!

Aufklärung tut Not!

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Leserbriefe von BASIS 98

Zum Artikel „Polizei kredenzt eigenen Wein. Hohe „Schwarzmarktpreise" sind jetzt schon sicher" erschienen im Fränkischen Tag vom 28.August 1999:

Polizei kredenzt eigenen Wein
Hohe „Schwarzmarktpreise" sind jetzt schon sicher

DARMSTADT. Er ist filigran, mit leichtem Pfirsicharoma - und sündhaft teuer: Bei einer öffentlichen Verkostung ist am Donnerstag in Darmstadt der Jungfern-Weinjahrgang aus Deutschlands erstem Polizei- Weinberg kredenzt worden.
Die Trauben der Rebsorte Weißer Burgunder waren im vergangenen Herbst auf einer 100 Quadratmeter kleinen Parzelle an der Rückfront der wuchtigen Polizei-Einsatzzentrale gereift. Kurz vor der 99er Lese schien Polizeipräsident Rudolf Kilb nun die Zeit reif für das medienwirksame Entkorken der ersten Flasche „Spezialprävention 1998".
Hohe „Schwarzmarktpreise" sind dem Polizei-Gewächs schon jetzt sicher. Im ersten Erntejahr reichte die Lese nämlich gerade mal für 82 Flaschen. Die sollen nach Angaben des Darmstädter Polizeichefs in erster Linie engagierten Helfern und Sponsoren der Polizei als Dankeschön überreicht werden. Sammler müssen pro Flasche rund 500 Mark auf die Theke blättern - Geld, das in die Kasse der Hessischen Polizeistiftung und des Darmstädter Fördervereins Drogenhilfe fließen soll, versichert Polizeipräsident Kilb. Aber selbst für geleerte Flaschen werden schon jetzt hohe Summen geboten.
Wegen der Insellage des Weinbergs zwischen den Weinbaugebieten Bergstraße und Rheinhessen blieben freilich auch dem in die Winzerrolle geschlüpften Polizeichef behördliche Hürden nicht erspart. Erst nachdem das Weinbauamt Eltville grünes Licht gegeben hatte, konnten Pensionäre unter fachlicher Beratung im Juli 1995 mit der Anlage der neun Rebenreihen an der aufgeschütteten Flanke einer Müllsammelstelle beginnen. Betreut werden die Reben von einem pensionierten Beamten der Einsatzzentrale.
Mit der Qualität des 98er Gewächses mit dem Polizeistern auf dem Etikett ist der Weinliebhaber Kilb freilich noch nicht ganz zufrieden. „Wir haben den 98er Wein einfach zu früh geerntet". Dieses Jahr will der Polizeichef mit der Weinlese etwas länger warten. Der 98er „Spezialprävention" brachte gerade mal 78 Grad auf die Oechslewaage - genug für einen Alkoholgehalt von elf Prozent. Vorwürfe, hier würden Drogenfahnder zu „Drogenproduzenten" kontert Kilb umgehend: „Wein hat etwas mit Harmonie zu tun. Und Autofahrer, die mit hohen Promillewerten erwischt werden, sind selten Weintrinker", führt der Polizeichef ins Feld.

   

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Am Samstag den 04. September 1999 erschien folgender Leserbrief im Fränkischen Tag:

In vino veritas

Zum Artikel „Polizei kredenzt eigenen Wein" (Fränkischer Tag vom 28.08.1999):
Polizeipräsident Kilb entgegnet Kritik an Weinherstellung und -verkauf durch die Polizei folgendermaßen: „Wein hat etwas mit Harmonie zu tun. Und Autofahrer, die mit hohen Promillewerten erwischt werden, sind selten Weintrinker."
Die zweifellos auch entspannende Wirkung von Alkohol als Legitimation für den Abschied von polizeilicher sozialer Verantwortung heranzuziehen, hat etwas Bestechendes. Zudem ist die Aussage, Kraftfahrer mit hohen Promillewerten seien selten Weintrinker, ebenso irrelevant wie fragwürdig.
Wir meinen: Logik hat etwas mit Verstand zu tun.
In vino veritas, Herr Kilb!

Martin Berger (Dipl.-Psych.)
Rigobert Moosmayer (Dipl.-Psych.)
Obstmarkt 8
96047 Bamberg

   

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Im folgenden lesen Sie einen Leserbrief zum Artikel „Zwangslage" in der „AUTO/Straßenverkehr" vom 10. Mai 2000, der teilweise in der Ausgabe 12/00 dieser Zeitschrift veröffentlicht wurde:

Wichtig ist auch die Trinkdauer:

In ihrem prinzipiell sehr sachlich und informativ gehaltenen Artikel kommt unter anderem auch zur Sprache, dass die bei alkoholauffälligen Kraftfahrern festzustellenden Verdrängungsmechanismen auch dadurch zu demaskieren seien, dass beispielsweise ein 85 kg - Mann eine Flasche Korn (=700 ml?) konsumieren müsste, um auf 1, 6 ‰ zu kommen. Eine Nachrechnung dieser Behauptung auf der Grundlage der sogenannten Widmark-Formel unter Berücksichtigung einer Leberabbaurate von 0,15 ‰, eines Reduktionsfaktors von 0,7 für Männer und eines für Schnaps typischen Resorptionsdefizits von 10 % (was rein rechnerisch die für die Erreichung einer bestimmten Blutalkoholkonzentration notwendige Trinkmenge erhöht), exemplarisch für 30%igen und 40%igen Korn in Abhängigkeit von verschiedenen Trinkzeiten zu folgenden Ergebnissen:

   

Trinkdauer Korn mit 30 Vol.% Alkohol

Korn mit 40 Vol.% Alkohol

auf ex 440,74 ml 330,55 ml
1 Stunde 482,06 ml 361,55 ml
2 Stunden 523,38 ml 392,53 ml
3 Stunden 564,67 ml 423,52 ml
4 Stunden 606,02 ml 454,51 ml
5 Stunden 647,34 ml 485,5 ml
6 Stunden 688,57 ml 516,49 ml
7 Stunden 729,98 ml 547,48 ml
8 Stunden -- 578,47 ml
9 Stunden -- 609,46 ml
10 Stunden -- 640,45 ml
11 Stunden -- 671,44 ml
12 Stunden -- 702,43 ml

   

Wie aus dieser Tabelle zu entnehmen ist, so ist die in Ihrem Artikel getroffene Aussage nur dann zutreffend, wenn man eine Trinkzeit von ca. 7 - 12 Stunden zugrundelegt. Dementsprechend sind Faustregeln bezüglich der Entstehung von Blutalkohol- konzentrationen , wie sie auch nur allzu gern auch von Fachleuten gemacht werden, prinzipiell ohne Berücksichtigung des Zeitfaktors wertlos, wenn nicht gar realitätsverzerrend.
Selbstverständlich ist auch unserer Meinung nach Alkohol im Straßenverkehr gefährlich. Selbstverständlich haben Kraftfahrer mit hohen Promillezahlen akuten Bedarf, über ihren Alkoholkonsum prinzipiell nachzudenken. Diese Notwendigkeit mit der Angabe irreal hoher Trinkmengen zu unterstreichen, liegt zwar im Trend mancher in der Begutachtung tätigen Kollegen, ist aber letztendlich nichts als moralisierende Übertreibung.
Wenn man zudem bedenkt, wie viele Kraftfahrer sich angesichts solch hoher Trinkmengenangaben möglicherweise in falscher Sicherheit wähnen, was ihren Alkoholkonsum betrifft, wird die Gefährlichkeit und Kontraproduktivität solcher Feststellungen besonders deutlich. Durch solche Angaben werden Verdrängungsmechanismen nicht entlarvt, sondern gefördert.

BASIS 98
Verkehrspsychologische Dienstleistungen
Dipl.-Psych. Martin Berger
Dipl.-Psych. Rigobert Moosmayer

Obstmarkt 8
96047 Bamberg